Titel: Die längste NachtAutorin: Isabel Abedi
Genre: Y/A, Mystery
Bewertung: 4/5 ★
Ein Roadtrip. Ein Dörfchen in Italien. Ein Geheimnis.
Schon seit Ewigkeiten planten Vita und ihre besten Freunde Trixie und Danilo ihren Roadtrip für den Moment, wenn sie ihr Abitur abgeschlossen haben. Endlich ist es soweit. Vita kann es kaum erwarten, ihr altes Leben mitsamt ihren Eltern zurückzulassen und acht Wochen lang ihre Freiheit zu geniessen. Der Roadtrip führt die drei Freunde nach Italien und dort in das malerische Dorf Viagello. Dort lernt Vita Luca kennen. Ein träumerischer Seiltänzer, in dessen Bann sie gezogen wird. Doch nicht nur Luca, auch das Dorf Viagello haben eine ganz besondere Wirkung auf Vita, aus der sie nicht schlau wird. Eine Reihe an Ereignissen bringt Vita dazu, in der Vergangenheit zu wühlen. Was hat es mit Lucas Familie auf sich? Und was hat das alles mit Vitas verstorbener Schwester Livia zu tun?
"Anstatt mich anzusehen, starrte meine Mutter auf die Asche meiner toten Schwester, und dieser Anblick war so grauenhaft, dass ich schreien wollte."
Abedis "Die längste Nacht" hat mich in verschiedener Hinsicht überzeugt. Zu Beginn war es die Ausführung der Familiensituation von Vita, etwas später die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und nach ca. 100/150 Seiten die absolut packende Handlung. Das Buch war bis zur letzten Seite spannend und liess lange Zeit viele Fragen offen. Was mit einem tollen Roadtrip startet, endet mit einer Thriller-ähnlichen Geschichte zur Vergangenheit von Vita und ihrer Familie. Besonders gefiel mir, wie Isabel Abedi schon von Beginn an kleine Hinweise einbaut, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als man annimmt.
Für einige Leser mag das Buch besonders am Anfang etwas zu schleppend oder langsam vorangehen. Ich denke, dass dies sehr auf den Leser ankommt. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist der Aufbau der Charaktere. Auch wenn ich das Buch wunderbar zu lesen fand, hat mir bei den Figuren etwas die Tiefe etwas gefehlt.
Alles in allem ein sehr sinnliches, aber auch packendes Buch, welches mich immer wieder zum Nachdenken angeregt hat und in der schönsten Sprache geschrieben ist!
See you,
Leandra
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